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Tchedre mit Wanderpokal-1.JPG
Kapitel 01
Kapitel 02
Kapitel 03
Kapitel 04
Kapitel 05
Kapitel 06
Kapitel 07
Kapitel 08
Kapitel 09
Togo
Ourobou Saharou

Transkript

Mein Name ist Tchedre Saharou, Direktor des Vereins Espoir plus in Sokodé. Interviewer: Danke schön, ich möchte dir ein paar Fragen zu deinem Verein stellen. Meine erste Frage: Wann hast du Arafat Ourobou Tchakpedeou und seinen Verein Couleurs Afrik kennengelernt? Saharou Tchedre: Herr Tchakpedeou ist ein Bruder aus Sokodé. Er ist hier geboren und aufgewachsen. Er hat hier die Schule besucht, dann ging er nach Lomé, um zu studieren. Dort bekam er die Chance nach Deutschland zu gehen. Seither sind wir bis heute freundschaftlich und brüderlich verbunden. Arafat ist ein sehr ambitionierter und dynamischer Mensch, er setzt viel daran, um seine Ziele zu erreichen. So war er schon als Kind. Auch seitdem er in Deutschland ist halten wir Kontakt, um unserem gemeinsamen Engagement nachzugehen. Er hat Couleurs Afrik 2014 gegründet, um die Verbindungen zwischen der deutschen und der togolesischen Kultur zu stärken und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Espoir plus wurde 2007 gegründet. Seit 2014 sind Espoir plus und Coulerus Afrik Partner, um technisch und finanziell gemeinsame Projekte umsetzen zu können.

Interviewer: Wie würden Sie ihre Beziehung zu Herrn Arafat beschreiben? Saharou Tchedre: In erster Linie ist unsere Beziehung eine brüderliche und unsere gemeinsames Streben ist es, nachhaltige Entwicklungsprojekte in Togo durchzuführen, mit Fokus auf Sokodé.

Interviewer: Sie haben offenbar viele Ambitionen. Die nächste Frage wäre: Wie nahm die gemeinsame Projektarbeit ihren Anfang? Saharou Tchedre: Wir haben angefangen, in dem wir einige Menschen im Rahmen der Afrikatage in Schwerin, organisiert von Couleurs Afrik, zu einem Austausch eingeladen haben. Es ging darum die Lösungsansätze für die Misere zwischen Afrika und Europa zu finden. Angefangen bei der Mentalität….es ging uns um einen nachhaltigen Austausch zu den verschiedensten Themen und Problemen. So kam es, dass wir SAS in Schwerin besuchten. Das ist ein Abfallentsorgungsunternehmen. Dank dieses Besuches entscheiden wir uns ein sehr ähnliches Unternehmen, hier in Sokodé zu gründen.

Interviewer: Ok, danke schön. Wir machen weiter. Was haben Sie bisher mit ihren Projekten erreicht? Saharou Tchedre: Wir haben gemeinsam mit Couleurs Afrik bereits vieles erreicht. Beispielsweise haben wir ein Transportsystem für Haushaltsabfälle aufgebaut, außerdem haben wir ein Motorrad, damit jemand die Abfallentsorgung kontrolliert und dann noch Eintausend Mülltonnen in der Stadt. Außerdem haben wir in 20 Schulen von Sokodé Mülltrennung eingeführt und die entsprechenden Mülleimer besorgt und hingestellt. Darüberhinaus haben wir noch eine Kompostiermaschine gebaut, um fermentierbaren Müll zu zu kompostieren.

Interviewer: Was brauchen Sie, um weitere Projekte durchzuführen? Saharou Tchedre: Wir benötigen vor allem finanzielle Mittel, um weitere Projekte durchzuführen, die der Bevölkerung zugute kommen.

Interviewer: Warum ist ihre Kooperation mit Couleurs Afrik wichtig für die Menschen in Sokodé? Saharou Tchedre: Sie ist wichtig, weil Couleurs Afrik Zugang zu finanziellen Mitteln hat uns sich diese Gelder so sehr einfach transferieren lassen und wir weiter an der Abfallentsorgung in der Stadt arbeiten können. Damit schaffen wir Jobs für Frauen und junge Einwohner:innen von Sokodé. Interviewr: Das bedeutet, sie schaffen Jobs für die Jugendlichen der Stadt? Saharou Tchedre: Ja, ja! Interviewer: Das ist ein wichtiger Punkt!

Interviewer: Eine weitere Frage ist, was denken Sie, welche Verantwortung hat Europa gegenüber Afrika? Welche Bedeutung hat Europa für Afrika? Saharou Tchedre: Es gibt in vielerlei Hinsicht eine enge Beziehung zwischen Afrika und Europa. Für uns Afrikaner:innen ist Europa ein Eldorado. Darum verlassen viele Afrikaner:innen den Kontinent Richtung Europa, was wiederum Migration bedeutet. Auf ihrer Reise sterben viele im Meer, das ist die Konsequenz. Um diese illegale Migration zu verringern, muss Europa Afrika finanziell und technisch unterstützen. Zweitens muss Europa den Staatschefs Afrika ermöglichen Unternehmenskapazitäten zu stärken und auszuweiten.

Interviewer: Was sind ihre Wünsche für diese Partnerschaft? Saharou Tchdre: Erstens möchten wir die Projektziele unserer Partnerschaft erreichen. Zweitens möchten wir eine starke Verbindung zwischen Sokodé und der Stadt Schwerin aufbauen.

Interviewer: Meine letzte Frage lautet: Was sind die Vorteile dieser Partnerschaft für Sie selbst und die Menschen in Sokodé? Saharou Tchedre: Mit Hilfe dieser Partnerschaft können wir Menschen anstellen und mit ihnen langfristige Projekte im Bereich der Abfallwirtschaft durchführen. Kurz: Diese Partnerschaft ist ein großer Gewinn für uns. Interviewer: Danke, dass Sie diese Frage beantwortet haben. Sie schaffen Jobs für Menschen und stärken die Unternehmensbildung. Danke schön. Gott schütze Sie. Danke und Tschüss.

Transkript von Tchedre Saharou